Hyundai muss Batteriesysteme in Elektroautos prüfen.
Hyundai muss Batteriesysteme in Elektroautos prüfen.
Foto: josefkubes (iStock)

Branche Brandgefahr: Hyundai ruft über 80.000 Elektroautos zurück

Fünftgrößter Autobauer der Welt muss Batterien in E-Fahrzeugen austauschen

Der südkoreanische Konzern Hyundai hat einen Rückruf von rund 82.000 Elektroautos angeordnet, um die Batteriesysteme aufgrund potenzieller Brandgefahr zu ersetzen. Betroffen sind neben etwa 76.000 SUVs des Modells Kona EV, das zu den beliebtesten in Deutschland zählt, auch mehrere tausend Ioniq Elektro sowie einige hundert E-Stadtbusse. Die Kosten für die Rückholaktion sollen sich auf über 700 Millionen Euro belaufen.

Seit der Markteinführung des Hyundai Kona im Jahr 2018 wurden weltweit 14 Akkubrände gemeldet. Die genaue Ursache ist aktuell ungeklärt, das nationale Transportministerium stellte jedoch bei Untersuchungen defekte Batteriezellen als Brandursache fest. Nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap wies LG Chem, der Batteriehersteller für die Hyundai-Modelle, diesen Vorwurf zurück. Inwieweit der europäische Markt vom Rückruf betroffen ist, wird derzeit noch geprüft. Bereits Ende vergangenen Jahres rief Hyundai rund 6000 Elektroautos in Deutschland zurück, um das Batteriesystem zu prüfen.

Auch Ford und BMW mussten zuletzt E-Auto-Modelle zurückrufen. BMW wegen Überhitzungsgefahr der Batterien durch Verunreinigungen in der Produktion, Ford ebenfalls wegen Verunreinigungen und in der Folge fehlgeleiteten Stromflüssen. Die verbauten Zellen stammten in beiden Fällen von Samsung SDI aus Südkorea.

Quellen

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