Lithium wird vor allem in Südamerika abgebaut, doch es gibt auch heimische Ressourcen.
Lithium wird vor allem in Südamerika abgebaut, doch es gibt auch heimische Ressourcen.
Foto: svedoliver (iStock)

Branche Lithium-Vorkommen im Osterzgebirge

Lagerstätte in Zinnwald-Region könnte Deutschland unabhängiger von Lithium-Export machen

Die Deutsche Lithium GmbH will den Bergbau im osterzgebirgischen Altenberg neu beleben. Denn in der vom Zinnbergbau geprägten Region nahe der deutsch-tschechischen Grenze wurde eines der größten Lithium-Vorkommen Europas entdeckt. Das ergaben Untersuchungen in Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg. Die Lagerstätte könnte etwa 125.000 Tonnen Lithium-Metall enthalten. Laut Deutsche-Lithium-Geschäftsführer Armin Müller sei diese Menge ausreichend, um etwa 20 Mio. Fahrzeuge mit Batterien auszurüsten.

Die Nachfrage nach Lithium ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Der Rohstoff wird vor allem für die Herstellung wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Batterien benötigt, wie sie unter anderem in Elektrofahrzeugen vorkommen. Obwohl das erzgebirgische Vorkommen im weltweiten Vergleich eher gering ausfällt, könnte es Deutschlands Abhängigkeit von Lithium-Lieferungen aus dem Ausland verringern.

Die Deutsche Lithium GmbH besitzt für die ostsächsische Lagerstätte eine Abbaulizenz für die nächsten 30 Jahre. Derzeit laufen Planungen für ein neues Bergwerk, der Abbau könnte bereits 2021 beginnen und bis zu 250 neue Arbeitsplätze für die Region schaffen.

Quellen

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